Brief des Chefredakteurs
In keinem anderen Land in Europa gehen die Menschen so oft zum Arzt wie in Deutschland, so das Fazit des im Januar in Berlin vorgelegten Arztreports der BARMER GEK. Erstaunlich ist es schon, dass in 2008 pro gesetzlich Versicherten durchschnittlich 18,1 Arztkontakte zustande kamen. Das sind immerhin 0,4 mehr als im Jahr zuvor. 2004 betrug die Arztkontaktzahl pro Versicherten noch 16,4.
Aktuell
Oft wird behauptet, in der kardiovaskulären Pharmakotherapie gebe es kaum Fortschritte. Aber aktuelle Studien zeigen: Da geht noch was. Besonders viel Bewegung gibt es bei den Gerinnungs- und Thrombozytenhemmern. Neue Wirkstoffe machen
Marcumar und Co. zunehmend Konkurrenz. Sie heißen Ticagrelor, Dabigatran, Rivaroxaban und Prasugrel, die Studien unter anderen PLATO, RE-LY und TRITON-TIMI-38.
Was bringt das neue Jahr, was ist 2010 geplant? Welche Erwartung gibt es an die Regierung? Was treibt die Ärzte um? Was macht ihnen Sorgen? „Der Kassenarzt“ hat die Funktionäre der Ärzteverbände dazu befragt. Die ganz großen Themen sind für Weigeldt, Köhler, Baumgärtner, Bittmann, Winn, Grauduszus und Ballast die Selektiv- verträge, die Honorarpolitik und der Ärztemangel. Einig sind sich Köhler, Baumgärtner, Bittmann, Winn und Grauduszus, dass das Vergütungssystem einfacher und transparenter gestaltet werden muss. Für die Freiberuflichkeit sprechen sich Köhler, Winn und Grauduszus aus. Einig sind sich alle dabei, dass der Arztberuf wieder attraktiver für den Nachwuchs werden muss.
Was passiert just in Berlin? Mit einem Augenzwinkern werden die Handlungsfäden der Gesundheitspolitiker zum Vorschein gebracht. Diesmal: Über die Zusatzbeiträge der Kassen, jede Menge Ideologienebel und die Frage, wieso der Rösler eigentlich so ein Gewese macht ...
Sprechstunde

"Krise ist für mich etwas anderes. Aber wir neigen heute eh zu einer Dramatisierung. Was heute Schnee-Chaos heißt, nannte man früher Winter."

Wolfgang Bosbach
Der CDU-Innen- politiker im RBB-Inforadio über den Zustand der schwarz-gelben Koalition, die Kritiker in einer Krise sehen.

(Bild: picture- alliance/dpa)

"Nichts ist schlimmer als alternde Stars, die man mit dem Lasso von der Bühne holen muss, bloß weil sie glauben, immer noch die Größten zu sein.."

Günter Netzer

Der Fußball- kommentator
in der Rheini- schen Post, dass er sich nach der Fußball- WM 2010 zurück- ziehen möchte.

(Bild: picture- alliance/dpa)

"Aber mein Chefarzt hat
mir mal gesagt: ›Rösler, du bist bei keiner Operation der Beste, aber der Fröhlichste‹ –
da wusste ich, ich gehe in die Politik."

Philipp Rösler

Der Gesund- heitsminister (FDP) in einem Interview der Rheinischen Post.

(Bild: picture- alliance/Wiktor Dabkowski)

"Wer von Erziehungs- urlaub spricht, tut so, als wäre Kinderer- ziehung eine Wellness- veranstaltung."

Dorothee Bär

Die stellver- tretende Gene- ralsekretärin der CSU in FOCUS-Online zu den diffamierenden Begriffen in der Familienpolitik.

(Bild: picture- alliance/augen- klick)
 
     
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